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Die gestaltbildenden Ätherkräfte in den Lebensmitteln


Bei der Frage nach den lebendigen Kräften in der Natur, stellt sich überhaupt die Frage nach dem Begriff “Leben” - dem Lebendigen in der Natur. Goethe hat sehr aufmerksam die wandelnden Wachstumsprozesse bei der Pflanze beobachtet und in seiner Schrift über die Metamorphose der Pflanze dokumentiert.
Das Bedeutsame der Pflanzenmetamorphose liegt jedoch nicht auf die Entdeckung der Tatsache beschränkt, dass Blatt, Kelch, Krone usw. identische Organe sind und sich in einem polaren Wirken von zusammenziehen und ausdehnen ausbilden. Vielmehr ist dieser Bildeprozeß zum Werden der Pflanze vom grossartigen Gedanken eines lebendigen Ganzen geprägt - Eines geht aus dem Anderen hervor.
Goethe beschreibt die Pflanze aus dieser Beobachtung heraus als ein Wesen, dass in aufeinanderfolgenden Zeiträumen gewisse Organe entwickelt, die sowohl untereinander, als auch jedes Einzelne mit dem Ganzen, nach ein und derselben Idee gebaut ist. Die Kräfte, welche das Pflanzenwesen in die einzelnen Entwicklungsformen organisieren, werden in seinem Buch über die Metamorphose der Pflanze als Kräfte beschrieben, die aus sich heraus bestimmt wirken und hierbei eine räumliche Gestaltungsform annehmen.

Die gestaltbildenden, lebendigen Kräfte, die bei einer Pflanze zum Wachstum geführt haben, werden von Rudolf Steiner als Ätherkräfte bezeichnet. Um sich diesen formbildenden Lebenskräften einer Pflanze empfindungsmässig anzunähern, ist es naheliegend, sich den Entwicklungszyklus einer Pflanze bildhaft vorzustellen. Dieses kann im folgenden Beispiel vom Getreidewachstum beim Weizen in kurzgefasster Weise vor das Auge geführt werden.
Wenn ein Samenkorn im Herbst gesät wird, fängt es in der feuchten, kühlen Erde an zu keimen. Der Wurzelpol strebt sogleich zur Erdmitte und der Keimpol wächst an die Erdoberfläche. Die zarten Wurzeln verbinden sich intensiv mit der mineralischen Erde. Der zarte Spross durchbohrt die Erdoberfläche und bildet sein Blattwerk aus. In der weiteren Bestockung treiben weitere Sprosse büschelartig an das Tageslicht.
Im Winter, wenn anscheinend kein Wachstum durch die Kälte und Frost geschieht, findet eine intensive Durchwurzelung in den warmen Erdschichten statt. Mit dieser Durchwurzelung verbindet sich die Pflanze mit den Mineralien der Erde. Bei diesem bedeutungsvollen, aber verborgenen Wachstumsabschnitt findet so ein inniglicher Austausch mit der Erde statt.

Im Frühjahr erwacht die Getreidepflanze mit sichtbar neuem Leben und bildet kraftvoll aufgerichtet, die grünen Blätter aus. Der Stängel wächst himmelwärts dem Licht entgegen. In den grünen Blättern findet die Assimilation statt. Ohne Licht würde dieser Prozess nicht funktionieren. Nach der fast unscheinbar verlaufenden Blütezeit und der Befruchtung erfolgt nun kein weiters Wachstum mehr. Die angelegten Getreidekörner füllen sich in der Ähre.
In sommerlicher Wärme beginnt die Reifezeit. Bei hohen Temperaturen findet eine intensive Sammlung im Inneren der Samenkörner statt, wenn sich die Zucker zur Stärke konzentrieren. Wenn das Getreidefeld golden leuchtet und das Korn reif ist, erfolgt die Ernte. Das Getreide steht nun in seiner einzigartigen, harmonischen Komposition, die in den Rhythmen des Jahreslaufs gewachsen ist, dem Menschen als Nahrung zur Verfügung.

Das Wachstum erfolgt im Zusammenspiel der Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Wandelnde Auf- und Abbauprozesse sind im Jahreslauf mit den Elementen bei den Bildungsprozessen der Pflanze verwoben.

Im Herbst und Winter setzt sich die Wurzel mit dem mineralischen und dem Wasser im Erdreich auseinander. Im Frühling sind der Luft-/Lichtbereich beim Blattwachstum massgeblich. Die Blüte lebt mehr in Licht und der Wärme. Der Same und die Frucht reifen in der Wärme. Sonne und Licht wirken aus dem Kosmos auf das Pflanzenwachstum. Die irdische Basis wird vom Wasser und der mineralischen Erde gegeben. So wächst die Pflanze polar zwischen Erde und Kosmos. Besonders hervorzuheben ist dabei der Kieselsäureprozeß, der einen besonders hohen Stellenwert bei der Gestaltbildung der Getreidepflanze einnimmt.

Diese gestaltbildenden Kräfte werden in der geisteswissenschaftlichen Lehre als Ätherkräfte bezeichnet. Udo Renzenbrink beschreibt die vier Ätherarten folgendermassen: Das mineralische Erdelement steht mit der Wurzel in Verbindung und wird mit dem Lebensäther benannt. Das wässrige Element drückt sich im saftigen, grünen Blattwachstum aus und wird mit dem chemischen Äther bezeichnet. Das Luft-/Lichtelement zeichnet die Blüte aus und wird mit den Lichtkräften bezeichnet. Das wärmehafte Element führt in die Reife der Früchte und die Bildung der Samen und wird mit dem Begriff Wärmeäther benannt.

Sämtliche Kräfte, die zum Wachstum der Pflanze beigetragen haben, nimmt der Mensch mit der Nahrung zu sich. Ebenso ergibt der Vitalzustand der Pflanze bei der Kupferchlorid-Kristallisation einen formbildenden Ausdruck im Kristallbild.

Goethes Spruch:

“Müsset im Natur-Betrachten
Immer Eins wie Alles achten.
Nichts ist drinnen, nicht ist Draußen,
Denn was Innen, das ist Aussen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis!”

“Freut euch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles:
Kein Lebendiges ist Eins,
Immer ist`s ein Vieles”